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Der letzte Schliff für die feinsten Teile

Von der Konstruktion der Feinschneidwerkzeuge und dem Werkzeugbau bis hin zur Lieferung einbaufertiger Bauteile reicht das Spektrum der H. u. E. Büschel GmbH. Ganz bewusst erfolgt auch das Gleitschleifen der Feinstanzteile im eigenen Haus, denn so hat Büschel nicht nur die Qualität im direkten Zugriff, dank mehrerer Anlagen von Rösler kann auch je nach Art, Größe und Stückzahl der Teile das optimale Verfahren eingesetzt werden.

Vom Teilefertiger zum Systemlieferanten – ein Weg, den die in Schwaig ansässige H. u. E. Büschel GmbH seit Jahren erfolgreich beschreitet. „Die Nachfrage nach einbaufertigen Teilen und Baugruppen steigt ständig. Darauf haben wir uns eingestellt. Deshalb gehören nicht nur Kon­struktion, Werkzeugbau und die Fertigung von selbst sehr schwierigen Feinstanzteilen zu unserem Angebotsspektrum, sondern auch deren Oberflächenbearbeitung“, berichtet Geschäftsführer Rolf Büschel. Das fränkische Unternehmen stellt Feinstanzteile aus nahezu allen metallischen Werkstoffen wie Stählen, Buntmetallen, Aluminium und Aluminium-Legierungen für die Automobilindustrie und andere Branchen her.

„Das Gleitschleifen, beispielsweise zum Entgraten und Kantenverrunden, spielt dabei eine wichtige Rolle, da durch diesen Arbeitsgang Maße verändert werden können. Deshalb führen wir diesen Prozessschritt im eigenen Haus durch und nutzen dafür verschiedene Techniken wie Rundvibratoren und Fliehkraftanlagen inklusive Wasseraufbereitung von Rösler. Sie kommen entsprechend der Bauteilgröße, Werkstückgeometrie und den Anforderungen zum Einsatz“, so der Geschäftsführer.

Gezielt gegen starke Grate

Um sowohl hohe Wirtschaftlichkeit als auch eine schonende und bedarfsgerechte Bearbeitung der Werkstücke zu gewährleisten, ist die Wahl des richtigen Gleitschliff­systems entscheidend. Rundvibratoren sind die Basismaschinen der Gleitschlifftechnik und vielseitig einsetzbar zum Entgraten, Verrunden, Reinigen, Schleifen und Polieren von Feinschneid-, Stanz- und Biegeteilen. An ihre Grenzen stoßen sie, wenn hohe Abtragleistungen innerhalb kurzer Bearbeitungszeiten zu erzielen sind sowie bei kleinen und flachen Teilen, die zum Pakettieren neigen.

In diesen Anwendungsfällen kann die Fliehkrafttechnik ihre Stärken ausspielen. Gegenüber einem Rundvibrator wird bei Anwendungen, die zwischen intensivem Schleifen und Polieren liegen, eine Leistungssteigerung um das 10- bis 30-fache erzielt. Die sichere Trennung von Schleifkörpern und Werkstücken ist ebenfalls gewährleistet, so dass Chargenvermischungen vermieden werden.

Vollautomatisch und abwasserlos

Grenzen sind dem Einsatz dieses Systems allerdings durch die Abmessungen der Feinstanzteile gesetzt. Um Beschädigungen zu vermeiden, muss eine beispielsweise 400 kg wiegende Produktionseinheit entsprechend großer Werkstücke in mehrere Chargen aufgeteilt werden. Dies wiederum macht eine aufwändige Anlagentechnik und hohen Handlingaufwand erforderlich, was zu Lasten der Wirtschaftlichkeit geht.

Büschel betreibt am Standort Mohlsdorf eine vollautomatische Fliehkraftanlage FKS 55.1 A2 von Rösler. Die Werkstücke durchlaufen die Anlage von der Anlieferung bis zur Ablage in dafür vorgesehene Behältnisse vollautomatisch. Das System läuft über eine dort aufgestellte Rösler Z 1000 und wird zusätzlich durch ein Verdampfersystem unterstützt, das einen komplett abwasserlosen Prozess ermöglicht.

Im Hauptwerk Schwaig sind Rundvibratoren zur Bearbeitung der Feinschneidteile im Einsatz, unter anderem eine Rösler R 1050 A ebenfalls als vollautomatisierte Linie. Parallel dazu existieren kleinere Fliehkraftanlagen, welche auch hier durch eine Z 1000 zur Kreislaufführung der im Gleitschleifen anfallenden Abwässer und ein Verdampfersystem unterstützt werden.

Alle Systeme wurden kundenspezifisch optimiert

Alle Systeme wurden in enger Zusammenarbeit mit Rösler geplant und kundenspezifisch optimiert, was Gleitschleifen auf hohem Niveau bei gleichzeitiger Prozesskostenkontrolle ermöglicht. Entscheidend für den gezielten Abtrag ist aber auch die richtige Wahl des Schleifmediums. Aufgrund der hohen Anforderungen bei der Büschel GmbH werden seit Jahren gemeinsam Schleifkörper entwickelt, die heute in der Serienfertigung des Unternehmens nicht mehr wegzudenken sind. Für große Teile hat Rösler mit High-Speed-Rundvibratoren eine Lösung entwickelt, die hohe Bearbeitungsleistung und Wirtschaftlichkeit vereint. In High-Speed-Rundvibratoren, die bereits bei zahlreichen Herstellern von Feinschneid-, Stanz- und Biegeteilen, Sägeteilen, Kaltfließpressteilen Schmiedeteilen sowie spanend hergestellten Werkstücken im Einsatz sind, lassen sich Produktionseinheiten mit 400 kg als eine Charge bearbeiten – unabhängig davon, ob es 10 oder 45.000 Werkstücke sind – und das mit bis zu 60 Prozent mehr Leistung als bei herkömmlichen Vibratoren, was zu einer schnellen Amortisation der Gleitschliffsysteme beiträgt. Wer sich persönlich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der High-Speed-Rundvibratoren machen will: Diese Anlagen stellt Rösler im Technikum in Untermerzbach für Versuche zur Verfügung.W

www.bueschel.de

www.rosler.com

 



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