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Jetzt geht‘s los

Das Warten hat ein Ende. Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen. Die „Automatica“ findet statt - vom 8. bis 11. Juni 2010 in München. Annähernd 700 Aussteller listet die Messe auf. Nie war das Rahmenprogramm umfangreicher.

Die Messe war von Anfang an so konzipiert: Die „Automatica“ sollte ein zentraler Treffpunkt für Hersteller und Anwender von Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie Industrieller Bildverarbeitung sein. Naheliegende Technologien sollten von vornherein auf einer gemeinsamen Plattform integriert werden.

Wenn nun die vierte „Automatica“ stattfindet, kann man schon vor Messebeginn feststellen: Das ist gelungen. Mit 700 Ausstellern auf 44.000 Quadratmetern Fläche hat sich die Messe etabliert – und sie hat sich nicht nur nach eigener Einschätzung als Leitmesse etabliert. Ja, man spricht in Messekreisen sogar davon, die „Automatica“ habe die IREX, Tokio, als größte Branchenmesse abgelöst. Besucher wird ein solches Ranking weit weniger interessieren als brauchbare neue Ideen und Innovationen. Davon wird es reichlich geben, wie unser Überblick ab Seite 30 zeigt. Und was die Zahl der Besucher betrifft: Selten sind weniger Erwartungen geäußert worden. Aber eine Fachbesucherquote von 98 % bei 32.000 Besuchern (Zahlen: 2008) kann sich auch bei anspruchsvolleren Ausstellern sehen lassen.

Immerhin schafft es die „Automatica“, das gesamte Spektrum der Automation darzustellen. Von der Komponente bis zum System, von konkreten Applikationen bis hin zu Dienstleistungen bildet die Messe komplette Wertschöpfungsketten ab und führt Anbieter und Kunden bedarfsgerecht zusammen.

Zwei Messen mit einem Besuch erledigen

Selbstverständlich ist die Messe ein Branchentreffpunkt. Doch das könnte man vielleicht auch gemütlicher haben. Doch die Aussteller der Branche sehen erwartungsvoll in die Zukunft. Nicht zuletzt weil Automatisierungspotenziale noch lange nicht ausgeschöpft seien. Erst ein Drittel der Unternehmen nutzten Automatisierungstechniken wie Industrieroboter oder prozessintegrierte Qualitätskontrolle. Das ergab eine von der „Automatica“ in Auftrag gegebene Studie des IFR (International Federation of Robotics) Statistical Department, die sich mit globalen Wachstumspotenzialen im Bereich Robotik und Automation beschäftigt - nachzulesen im interaktiven Automatisierungsatlas der Messe.

Der Einfachheit halber hat sich die „Automatica“ gleich eine ganze Anwendermesse „ins Haus“ geholt. Denn vom 9. bis 11. Juni findet parallel zur Internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik die Intersolar, Internationale Fachmesse für Solartechnik, statt. Die Verknüpfung, davon sind die Verantwortlichen überzeugt, sei sinnvoll. Das ausschlaggebene Kriterium: Da die Nachfrage nach Solartechnik weltweit steigt, ist eine wettbewerbsfähige Produktion um so wichtiger. Die sei zweifellos auf die Automatisierungsbranche und deren Branchenlösungen angewiesen, meinen die Anbieter.

Die Kombination der beiden, in ihren Segmenten führenden Fachmessen ist gerade für Produktionsfachleute wegweisend. Denn hinter der Nutzung umweltfreundlicher Solartechnik stehen modernste Fertigungs- und Montageanlagen, die in den letzten Jahren zunehmend automatisiert wurden, um die Kosten zu senken und die Branche somit konkurrenzfähig zu konventionellen Energieträgern zu machen.

ISR / Robotik 2010 parallel zur Automatica

Bereits zum zweiten Mal findet die weltweit bedeutendste Robotik-Konferenz ISR/Robotik 2010 parallel zur „Automatica 2010“ statt. Nicht ohne Grund, denn auch wenn die Automatisierungstechnik selbst in vielen Branchen die treibende Innovationskraft ist, braucht sie selbst „Nachschub“ aus den universitären Ideenschmieden. Das Organisationskommitte unter Führung von Prof. Dr. Wolf Dieter Schraft (siehe A&Q-Exklusiv-Interview auf S. 18/19) hat seinem Hang zur Praxisorientierung Nahrung gegeben - ohne das ISR zu einer Vertriebsveranstaltung zu machen. Die Teilnehmer der Konferenz, bestehend aus dem International Symposium on Robotics 2010 (ISR) und der Robotik 2010, tagen vom 7. bis 9. Juni 2010 im Internationalen Congress Center (ICM) auf dem Gelände der Neuen Messe München, direkt angrenzend an die Messehallen der „Automatica“.

Den Zuschlag für die „Automatica“ als Rahmenveranstaltung gab die Robotik-Weltorganisation International Federation of Robotics (IFR). Damit trifft sich das „Who is Who“ der internationalen Robotik-Community aus Forschung und Industrie in München: Einerseits, um auf der Konferenz praxisnahe Ergebnisse auszutauschen, andererseits um auf der Messe das weltweit größte Robotik-Angebot und umfassende Automatisierungslösungen zu zeigen.

www.automatica-munich.com

 



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