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In München immer im Bild

Wenn schon die Automatisierungstechnik als Querschnitts­technik gilt – wie sollte man dann die Bildverarbeitung bezeichnen? Jedenfalls zeigen Bildverarbeiter auf der „Automatica“ alles, was neu und interessant ist. Wir haben eine erste Auswahl.

Baumer (1, Halle B2, Stand 502) kündigt zwei Schwerpunkte an: Ultraschall-Sensoren mit IO-Link und die messenden Sensoren AlphaProx. Zunächst die neuen Ultraschall-Sensoren: Sie können dank ihrer IO-Link-Schnittstelle bidirektional mit der Steuerung kommunizieren. Interessant dabei ist, dass sich Informationen vom Sensor nun zur Fehlerdiagnose verwenden lassen und so Prozessfehler oder Maschinenstillstände verhindert werden. Die Sensoren der Serie 09 verfügen über die Diagnosefunktionen „Missing Object“ und „Weak Echo“.

Alle messenden Sensoren in seinem Portfolio hat Baumer unter dem Namen AlphaProx zusammengefasst. In dieser umfangreichen Produktgruppe sind die verschiedensten Technologien vertreten, von optischen über induktive und Ultraschall- bis hin zu Magnetsensoren. Hier gibt es für Besucher sicher einiges Neue zu entdecken.

Leuze (2, Halle B2, Stand 105) kommt mit neuen Smart Kameras nach München, mit denen sich schnell bewegte Label lesen lassen. Die neue LSIS 422i von Leuze electronic meistert diese Aufgabe zuverlässig und bietet alle Vorteile der Baureihe LSIS 400, wie die praktische webbasierte Konfiguration mit einem Standard-Browser.

Je Bild liest die Smart Kamera bis zu 99 2D Data Matrix Codes oder Barcodes gleichzeitig. Damit kann sie überall dort eingesetzt werden, wo verschiedene Labels mit hoher Geschwindigkeit erfasst und ausgewertet werden müssen. Sowohl die sehr kurze Belichtungszeit von nur 54 µs als auch die Gerätesoftware tragen entscheidend zum Leistungsvermögen bei. So kann der Anwender auch das Lesen invers dargestellter 2D-Codes realisieren.

Matrix Vision (3, Halle B2, Stand 303) hat der Redaktion für die Messevorschau das Stichwort „mvBlueCOUGAR-X“ geliefert. In Prosa ist damit eine neue kompakte Gigabit Ethernet Kamera gemeint, die das Unternehmen auf der „Automatica“ zeigen wird. Hinsichtlich Hardware-basierter Smart-Features und Design steckt die Kamera voller Extras. Beispielsweise ist das sehr kompakte und hochwertige Gehäuse industriegerecht verwendbar und bietet verriegelbare Anschlussmöglichkeiten.

Die Kameras der neuen Serie decken über eine breite Palette an hochempfindlichen CCD-/CMOS-Farb- und Grauwert-Sensoren viele Applikationen ab. Die Kamera-Serie hat einen 14 Bit Analog-digital-Wandler für höchste Dynamik und ein hohes Signal-Rausch-Verhältnis. Mit dem 64 MB großen Kameraspeicher ist es möglich, Bilder oder Bild-Sequenzen aufzunehmen und die Übertragung von der Aufnahme zu entkoppeln. Die Kamera bietet eine hardwarebasierte Vorverarbeitung für geringe Durchlaufzeiten, ferner schnelle Resend-Mechanismen und einstellbare Bandbreitenbegrenzungen; ideal für den Mehrkamerabetrieb. Weitere innovative Features sind unter anderem Flatfield-Korrektur, Auto Gain / Shutter, Direct Drive Ausgänge, Bayer-Demosaicing auf der Kamera, frei programmierbare LUTs sowie YUV und RGB als Farbformate. Wie alle Matrix Vision GigE Kameras ist die mvBlueCOUGAR-X kompatibel zu Standards wie GenICam und GigE Vision.

Rauscher (4, Halle B2, Stand 302) zählt seine neu entwickelten CCD-Zeilenkameras zu den schnellsten GigE Vision-Kameras der Welt. Die Kameras werden mit 120 MHz ausgelesen, sie erreichen Zeilenraten von 54 kHz. Die AViiVA EM1 GigE ist mit den neuesten e2v Sensoren ausgestattet und zeichnet sich durch hohe Leistung und Bildqualität aus. Sie bietet eine Empfindlichkeit bei minimaler Verstärkung von 164 DN/(nJ/cm²) und eine extrem niedrige PRNU (Pixel Response Non Uniformity), die unter drei Prozent liegt. Diese Spezifikationen stellen optimale Leistung bei kurzen Integrationszeiten sicher.

Stemmer Imaging (5, Halle B2, Stand 103) zeigt als Highlight in München Soft- und Hardware für anspruchsvolle 3D-Bildverarbeitung. Zunehmend kommen in Bildverarbeitungs-Anwendungen und Produktionsbereichen auch Werkzeuge für die dreidimensionale Bildverarbeitung zum Einsatz. Stemmer bietet mit seinen 3D-Tools aus der Software-Bibliothek Common Vision Blox sowie der geeigneten Hardware alle Komponenten, die zur Lösung von Aufgaben in der 3D-Bildverarbeitungs erforderlich sind. Die Erkennung von 3D-Abweichungen mit Hilfe von CVB wird nach einer Kalibrierung über das Tool CVB Match 3D realisiert. Dieses CVB-Tool errechnet zunächst die räumliche Abweichung des Prüfobjekts und vergleicht das Ergebnis dann mit dem perfekten 3D-Abbild eines Gutteils, des so genannten Golden Templates. Bereits geringfügige Maßabweichungen lassen sich so in Echtzeit erkennen und erlauben eine schnelle Gut-/Schlecht-Entscheidung über das geprüfte Objekt. Die Technik der 3D-Bildverarbeitung eignet sich generell für alle Branchen, in denen dreidimensionale Objekte geprüft werden müssen. Mit seinen 3D-Software-Werkzeugen aus der Bildverarbeitungs-Bibliothek Common Vision Blox sowie seinem 3D-Hardware-Angebot stellt Stemmer Imaging seinen Kunden eine Auswahl an praktischen, industrietauglichen Lösungswegen zur Verfügung.

Vision & Control (6, Halle B2, Stand 216) stellt auf der „Automatica“ mit dem Visionsystem „camat one“ einen nach eigenen Angaben intuitiven Einstieg in die Bildverarbeitung vor. „Camat one“ ist das jüngste Familienmitglied bei den Vision Systemen und soll sogleich ein neues Niveau definieren. Engagierte Einsteiger sollen beim „camat one“ alles geboten bekommen, um ohne Vorkenntnisse in der vielfältigen Aufgabenwelt der Bildverarbeitung zu starten.

Einfach und zielstrebig geführt gelange der Anwender des Sensors in wenigen Minuten zur Lösung seiner Aufgabe, heißt es in der Ankündigung. Besonders interessant ist dabei das Feature „automatische Testreihe“: Anhand von Bildserien werden automatisch Änderungen des Prüfprogramms auf ihre prozesssichere Funktion überprüft. Die Inbetriebnahme oder Umrüstung ist innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen und der „camat one“ kann in den 24/7-Prüfbetrieb gehen. Algorithmen, die sich bei den „großen Verwandten“ bereits tausendfach bewährt haben, sorgen auch beim „camat one“ für bestmögliche Erfassungssicherheit. Die Windows-basierte Bedienoberfläche ist über eine nutzerfreundliche USB2.0-Schnittstelle mit dem Visionsystem verbunden.

Vitronic (7, Halle B2, Stand 20) sagt Ja zur Initiative „Green Automation“ und präsentiert auf der „Automatica“ Bildverarbeitungssysteme, die ihren aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Als Referenzen werden Projekte mit den Bildverarbeitungssystemen „Vinspec“ und „Vinspecsolar“ vorgestellt. Das Bildverarbeitungssystem „Vinspec“ sorgt in der Aktor-Produktion von Bosch für einwandfreie Produkte und leistet somit seinen Beitrag für effizientere Diesel- und Benzinmotoren. Die neuen Piezo-Injektoren senken den Kraftstoffverbrauch, steigern die Motorenleistung und mindern Emissionen. Der Einsatz des Bildverarbeitungssystems „Vinspec“ ermöglicht eine einwandfreie und vor allem ressourcenschonende Herstellung der Aktoren.

Mehr Infos unter:

1: www.baumer.com

2: www.leuze.com

3: www.matrix-vision.de

4: www.rauscher.de

5: www.stemmer-imaging.de

6: www.vision-control.com

7: www.vitronic.com



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