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Sechs Dutzend Antriebe

Neue Buskoppler und I/O-Module der LioN-Familie erweitern das Lumberg-Programm. Damit sind im Rahmen der Steuerung elektrischer Antriebe via Profibus, der Vernetzung intelligenter Sensoren und Aktuatoren, der einfachen Um- oder Nachrüstung von Maschinen oder Safety-Applikationen viele interessante Kombinationen möglich.

Das dezentrale I/O-System LioN-Link, mit dem Linien-Topologien von bis zu 100 Metern Länge realisiert werden können, besteht aus Buskoppler-Modulen, die als Schnittstelle zu übergeordneten Feldbussen wie Profibus, CANopen, DeviceNet oder Ethernet fungieren, und Protokoll-unabhängigen I/O-Modulen. Deshalb müssen Maschinenbauer nur geringfügige Änderungen bei der Hardware vornehmen, wenn deren Endkunden unterschiedliche Übertragungs-Protokolle zur Anbindung der Anlagen an ihr Kommunikationsnetz einsetzen. Alle Module haben Ports für M12- oder M8-Stecker, lassen sich leicht installieren und nach dem Plug-and-play-Prinzip in Betrieb nehmen. Außerdem bieten sie umfangreiche Diagnosemöglichkeiten, erfüllen die Anforderungen der Schutzart IP67 und zeichnen sich durch eine hohe Vibrations- und Schockfestigkeit aus.

Das Buskoppler-Modul ist speziell für die Steuerung von elektrischen Antrieben via Profibus-DP V1 konzipiert. An die beiden Link-Ports können jeweils bis zu neun Motion Drive Control-Module angeschlossen werden.

Praxis bestimmt die Zahl der Möglichkeiten

Damit lassen sich maximal 72 Antriebe steuern. Die Motion Drive Control-Module haben vier Ausgänge, die sich sowohl für bürstenlose EC- und bürstenbehaftete DC-Motoren als auch Gleichspannungsmotoren konfigurieren lassen. Beschleunigung, Geschwindigkeit und Verzögerung können azyklisch geregelt werden.

Das I/O-Link Master-Modul ermöglicht eine Punkt-zu-Punkt-Anbindung von intelligenten Sensoren und Aktuatoren über das I/O-Link-Protokoll. Die vier Ports können als digitale I/Os oder für den Kommunikationsmodus konfiguriert werden. Die Verkabelung erfolgt mit dreiadrigen, ungeschirmten Standard-Leitungen, die bis zu 20 Meter lang sein können. Insgesamt lassen sich sechs Master-Module an das Profibus-Buskoppler-Modul anschließen. Darüber hinaus kann das I/O-Link Master-Modul zusammen mit einem Profinet-Buskoppler-Modul aus der LioN-Link-Familie auch in Ethernet-Netzwerken eingesetzt werden.

Mit einem weiteren Buskoppler-Modul lassen sich bis zu 30 Schattenmodule in ein Profibus-Netz integrieren. Diese Module, die als inaktive Sekundär-Komponenten fungieren, stellen acht digitale I/O-Verbindungen zur Verfügung. Mittels Hotplug-Funktion können sie aktiv geschaltet werden, ohne die übergeordnete Profibus-Kommunikation zu beeinträchtigen. Dadurch lassen sich Anlagen auch während des Betriebs ohne zusätzliche Hardware um- oder nachrüsten.

Die I/O-Module 0942 UEM 602 und 0942 UEM 612 haben jeweils vier digitale Ausgänge, die eine erhöhte Ausgangsstrombegrenzung von 2 A je Leitung und maximal 6 A insgesamt zur Verfügung stellen. Während die Version 0942 UEM 602 über Standard-Ausgänge verfügt, hat die Version 0942 UEM 612 Ausgänge, die für sicherheitsrelevante Anwendungen bis Performance Level D der neuen Maschinenrichtlinie ausgelegt sind. Damit ist dieses Modul beispielsweise für die eigensichere Steuerung von Aktuatoren oder für zuverlässige Not-Aus-Funktionen geeignet.

Das dezentrale I/O-Feldbussystem LioN-Link ermöglicht nicht nur eine sichere Datenkommunikation, sondern leistet zugleich auch einen Beitrag zum wirtschaftlichen Betrieb von Maschinen und Anlagen. Hierzu Product Manager Robert Strehmann: „Wie auch immer die Feldverdrahtung aussehen soll. Mit LioN-Link können stets maßgeschneiderte Lösungen realisiert werden.

Denn das System bietet ein hohes Maß an Flexibilität, was sich sowohl in der Planungsphase als auch später bei möglichen Um- und Nachrüstungen bezahlt macht. Darüber hinaus hilft es, den Energieverbrauch zu senken.“

www.belden-emea.com/

 



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