Vom 2. bis 4. März 2010 geht die LogiMAT Internationale
Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss zusammen mit einem umfangreichen Rahmenprogramm in Stuttgart an den Start. Es ist bereits die achte Auflage dieses größten jährlich stattfindenden Treffpunkts der Intralogistikbranche in Europa. Mit 757 Ausstellern bleibt die LogiMAT 2010 trotz
Wirtschaftskrise auf der Erfolgsspur.
Sieben Jahre stetiges Wachstum mit zufriedenen Ausstellern und Besuchern ist die positive Bilanz der Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss. Nach starken Umsatzeinbrüchen bei vielen Anbietern von Intralogistiklösungen unter denen nicht nur die Hersteller von Gabelstaplern in diesem Jahr stark gelitten haben, ziehen Angebot und Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen wieder an. Indikator hierfür ist die Logimat 2010 in Stuttgart. Wenige Wochen vor Messebeginn haben sich alleine 195 Unternehmen zum ersten Mal angemeldet. Anders als manche andere Messen wird die Logimat auch in 2010 ihrem Ruf gerecht, wieder mehr Ausstellern Platz und somit ein noch breiteres Angebot für das Publikum zu bieten.
„Wir spüren die Innovationskraft der Aussteller, die zeigen wollen, wie sie den durch die Wirtschaftskrise veränderten Marktbedingungen trotzen“, lobt Peter Kazander, Messechef vom Münchener Veranstalter Euroexpo GmbH, den Ideenreichtum und die Weitsicht der ausstellenden Unternehmen. Gerade in schwierigen Zeiten seien Lösungen und Technologien gefragt, die Prozesse effizient gestalten, Kosten einsparen und Rohstoffe schonen. Wegen des zunehmenden Rationalisierungsdrucks wird die Bedeutung der Logimat als der „Marktplatz der Innovationen“ weiter wachsen.
Viel Potenzial liegt brach
In jedem Fall erweisen sich für viele Unternehmer antizyklische Investitionen in die Intralogistik als Rezept gegen die Auswirkungen der Krise. Sparsamere und schnellere Förder-, Lager-, und Verladetechnik können Durchlaufzeiten im Lager sowie die Be- und Entladezeiten an der Rampe deutlich reduzieren. Weiteres Potenzial bietet die Informations- und Kommunikationstechnik mit moderner RFID-Steuerung, effiziente Kommissionier-Systeme und Softwarelösungen für die Lagerverwaltung und das Bestandsmanagement. Kostensenkung kann nicht nur im Personalbereich, sondern auch durch eine Minimierung der Fehlerquote erreicht werden. Davon profitieren auch weitere Ausstellungsbereiche der Logimat 2010, wie die Verpackungstechnik und der Bereich der Auto-ID-Systeme.
Aktuelle Entwicklungen, Trends und Strategien zur Produktivitätssteigerung und Kostensenkung stehen nicht nur im Mittelpunkt der Ausstellung, sondern nehmen auch breiten Raum im vielfältigen Rahmenprogramm der Logimat 2010 ein.
Experten erörtern auf den in die Ausstellung integrierten Forenflächen mit den Teilnehmern Fragen rund um die Automatisierung im Lager und die maßgeblichen Technologien zur Warensteuerung ebenso wie das Nachhaltigkeitsthema „Green Logistics, „Logistik-Immobilien“ oder das Dauerbrennerthema „Warehouse-Management“. Da eine moderne Logistik ohne Identifikationstechnologien nicht möglich ist, spielen auch Themen wie Identifikation und Datenaustausch eine bedeutende Rolle, um den gestiegenen Anforderungen an die Transparenz bei Lagerbeständen und einer optimalen Distribution gerecht zu werden. Eine Besonderheit stellt die Tages-Veranstaltung „Intralogistics – Future – Technology“ unter der Moderation von Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking, Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart und Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft Technischer Logistik (WGTL), dar. Sowohl die Planung logistischer Systeme und die automatisierte Identifikation am Beispiel der Pharmaindustrie als auch die Materialoptimierung bei Rädern und Rollen für Gabelstapler und die akademische Weiterbildung in der Logistik stehen hier im Fokus der Referenten.
„Wir sind stolz, den Messebesuchern im nächsten Jahr über 22 Fachforen und außerdem 63 Ausstellervorträge bieten zu können. Diese decken das gesamte Spektrum der aktuellen Intralogistik-Themen und Herausforderungen ab“, so der Messeleiter Peter Kazander. „Die Logimat leistet damit einen exzellenten Beitrag zur Weiterbildung.“
Vorhang auf für das „Tracking & Tracing Theatre“
In diesem Live-Szenarium wird den Besuchern die Logistik im Automotive-Sektor und die Verfolgung von Lieferungen vom Zulieferer über ein Verteilzentrum bis in die Produktion anschaulich und verständlich nahegebracht. Im Mittelpunkt stehen das Just-in-Sequence-Verfahren sowie die produktionsinterne Materialzuführung mit RFID-Kanban-Karten. Nach dem Ende des RFID-Hypes wird durch die Vorführung verdeutlicht, welche AutoID-Technologien verfügbar und wie die Technologien im Verbund miteinander sinnvoll einsetzbar sind.
Wer selbst gerne „Hand anlegen“ möchte, ist auf der Sonderfläche „Ladungssicherung“ richtig. Instabile Ladegüter stellen für jeden Verlader seit jeher eine Herausforderung dar. Anhand vieler Praxisbeispiele wird gezeigt, wie Transportschäden und Bußgelder für die verantwortlichen Beteiligten vermieden werden können. Wieviel aus interaktivem Voice-Picking für mehr Effizienz im Lager herauszuholen ist, wird im Rahmen einer Live-Vorführung gezeigt.
Weil die Zukunft der Intralogistik immer modularer, kleinteiliger und autonomer wird, übernehmen in der Veranstaltung „Karis –autonom im Schwarm agieren“ der Arbeitsgemeinschaft Technologie Intralogistik BW e.V. mehrere autonome Fördertechnikelemente unterschiedlichste Transportaufgaben.